From Research to Regulation: Rethinking Online Social Networks – Insights from the TWON Project
Datum
Mi., 28.01.2026
Einlass
18:00 Uhr
Beginn
18:30 Uhr
Ende
21:30 Uhr
Veranstalter:in
FZI - Forschungszentrum Informatik
Preis
Kostenlos
Was sagt die Forschung über die positiven und negativen Auswirkungen von Sozialen Netzwerken auf Gesellschaften aus? Wie können diese Plattformen gestaltet werden, um demokratische Gesellschaften zu schützen und zu stärken sowie eine faire digitale Öffentlichkeit zu fördern? Welche Forschungslücken bestehen weiterhin, und wie kann die Wissenschaft wirksam mit Regulierungsbehörden, der Zivilgesellschaft und Praktiker:innen zusammenarbeiten, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken? Diese Fragen haben besondere Dringlichkeit erlangt in einer Zeit, in der globale geopolitische Spannungen, Desinformation und der Aufstieg rechtsextremer Kräfte in vielen Demokratien weltweit die digitalen Infrastrukturen zunehmend prägen.
An diesem Abend wird das Forschungsprojekt „TWON – Twin of Online Social Networks“ vorgestellt, und seine Ergebnisse sowie deren Implikationen werden mit politischen Entscheidungsträger:innen, Journalist:innen und Akteur:innen aus der Zivilgesellschaft diskutiert. TWON ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt, das untersucht, wie das Design von Online-Plattformen die Qualität demokratischer Online-Diskurse beeinflusst. Zu diesem Zweck hat ein interdisziplinäres Forschungsteam einen neuartigen Ansatz zur Untersuchung sozialer Netzwerke entwickelt: Mithilfe eines digitalen Zwillings werden Simulationen durchgeführt, um beispielsweise zu analysieren, wie unterschiedliche Ranking-Algorithmen die Qualität von Debatten beeinflussen – ohne dabei mit realen Nutzer:innen zu experimentieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in politische Handlungsempfehlungen übersetzt und in partizipativen Citizen Labs gemeinsam mit Bürger:innen in ganz Europa diskutiert. Zum Konsortium gehören unter anderem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Trier, das FZI Forschungszentrum Informatik, die Universität Amsterdam, die Universität Belgrad, das slowenische Jožef-Stefan-Institut sowie das Robert Koch-Institut (RKI).
Darüber hinaus widmet sich die Veranstaltung der Frage, wie Online-soziale Netzwerke auf gesellschaftlicher Ebene erforscht und gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei vielversprechende Ansätze für zukünftige Forschung und evidenzbasierte Politikgestaltung, etwa der Datenzugang im Rahmen des Digital Services Act (DSA), Modelle der Datenspende sowie aktuelle Gelegenheitsfenster in der europäischen und globalen Digitalpolitik.
Vor und nach dem Bühnenprogramm sind die Gäste eingeladen, interaktive Projekt-Demonstratoren zu erkunden, sich an Posterstationen mit Forschungsergebnissen auseinanderzusetzen und sich mit Projektpartner:innen aus ganz Europa zu vernetzen.
Hinweis: Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.