Zum Inhalt springen
Haus für Journalismus und Öffentlichkeit

Polarisierung | Depolarisierung verstehen – Herausforderungen für Politik, Medien und Gesellschaft

de
Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM), TU Dresden

Datum

Mi., 22.04.2026

Einlass

12:30 Uhr

Beginn

13:15 Uhr

Ende

21:00 Uhr

Veranstalter:in

Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM), TU Dresden

Affektive Polarisierung – also die emotionale Aufladung politischer Konflikte – prägt zunehmend gesellschaftliche Debatten und stellt Demokratien vor Herausforderungen. In ohnehin kontroversen Debatten – etwa zu Migration oder Klimapolitik – treten Gefühle der Zugehörigkeit zu Gleichgesinnten ebenso hervor wie Misstrauen, Ablehnung oder Feindseligkeit gegenüber Andersdenkenden.

Polarisierung kann demokratische Debatten beleben, bei starker Ausprägung jedoch auch „Wir-gegen-sie“-Denken verfestigen, Dialogbereitschaft untergraben und Intoleranz begünstigen. Auf Basis neuer MIDEM-Daten ordnet die Tagung gesellschaftliche Polarisierungsdynamiken in Deutschland fundiert ein und zeigt tragfähige Strategien auf, mit denen gesellschaftliche Konflikte konstruktiv verhandelt werden können.

Die Veranstaltung richtet sich an Akteure aus Wissenschaft, politischer Bildung, Medien, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Im Anschluss bietet ein Empfang Gelegenheit für vertiefenden Austausch und Vernetzung.

Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Stiftung Mercator statt.

Programm:

12:30 – 13:15 Uhr | Ankommen und Registrierung

13:15 – 13:30 Uhr | Begrüßung & Grußwort Hans Vorländer (TU Dresden / MIDEM)

13:30 – 14:30 Uhr | Impulse & Diskussion: (De-)Polarisierung verstehen
Vorstellung der Ergebnisse der aktuellen Polarisierungsstudie sowie einer Studie über Depolarisierungsstrategien
Impuls 1: Maik Herold (MIDEM) – Zentrale Befunde der Polarisierungsstudie
Impuls 2: Oliviero Angeli (MIDEM) – „Was wirkt gegen affektive Polarisierung?“ – Überblick über evaluierte Gegenstrategien

14:30 – 14:45 Uhr | Pause

14:45 – 16:15 Uhr | Roundtable I: Bürgerdialoge gegen Polarisierung
Vergleich und Bewertung dialogischer Ansätze aus Kommunalpolitik, Zivilgesellschaft und Forschung
Luca Piwodda (Netzwerk Junge Bürgermeister:innen)
Sebastian Reißig (Aktion Zivilcourage e. V.)
Heike Radvan (Universität Tübingen)
Sarah Wohlfeld (Lead Projekte | Interim Co-Geschäftsführerin More in Common)

Moderation: Paulina Fröhlich (Bertelsmann Stiftung)

16:15 – 16:30 Uhr | Pause

16:30 – 18:00 Uhr | Roundtable II: Medien & Eliten – Polarisierung verstärken oder überwinden?
Analyse der Rolle journalistischer, wissenschaftlicher und politischer Eliten in Polarisierungsprozessen
Michael Brüggemann (Universität Hamburg)
Hanna Israel (Journalistin)
Uwe Krüger (Universität Leipzig)
Philipp Lorenz – Spreen (Technische Universität Dresden)

Moderation: Maria Exner (Journalistin und Intendantin von Publix)

18:00 – 18:30 Uhr | Pause

18:30 – 20:00 Uhr | Podiumsdiskussion: Wie polarisiert ist Deutschland – und was folgt daraus?
Zusammenführung von Perspektiven aus Politik, Wissenschaft, Medien und Praxis mit Blick auf mögliche Strategien zur Bewältigung gesellschaftlicher Polarisierung
Hans Vorländer (MIDEM)
Laura-Kristine Krause (Bundesministerium der Finanzen)
Ursula Münch (Direktorin, Akademie für Politische Bildung Tutzing)
Marion Ackermann (Präsidentin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz)

Moderation: Ferdos Forudastan (CIVIS Medienstiftung)

Ab 20:00 Uhr | Empfang

Abonnieren Sie unseren Newsletter!