Media Resilience Exchange
Unabhängige und investigative Medien stehen heute von vielen Seiten unter Druck, nicht nur finanziell. Hinzu kommen politische Einflussnahme, juristische Angriffe und Cyberattacken sowie anhaltende Belastung für Teams und Führungskräfte. Hier setzt der Media Resilience Exchange an.
Der Media Resilience Exchange ist ein zweijähriges internationales Programm von Publix, gefördert von der MacArthur Foundation. Es bringt eine kleine Kohorte unabhängiger, gemeinnütziger oder gemeinwohlorientierter Medienorganisationen zusammen, die gemeinsam daran arbeiten, als Organisationen widerstandsfähiger zu werden.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie stellen sich Medienorganisationen so auf, dass sie Risiken früher erkennen, auf Krisen vorbereitet sind und auch handlungsfähig bleiben, auch unter anhaltendem Druck von außen?
Dafür verbindet das Programm Peer-Austausch, Expert:innenwissen und Trainings mit der Arbeit an der eigenen Organisation. Ziel ist es, praktische Strategien und Strukturen zu entwickeln, die im Alltag tragen. Gleichzeitig entsteht ein vertrauensvolles internationales Netzwerk, dem die Teilnehmer:innen und teilnehmenden Organisationen vertrauen und auf das sie auch nach dem Programm zurückgreifen können.
Häufig gestellte Fragen
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Mit welchen Themen beschäftigt sich das Programm?
Das Programm beschäftigt sich mit unterschiedlichen Dimensionen organisationaler Resilienz, darunter:
- Risiko- und Krisenprävention
- digitale Sicherheit
- rechtliche und politische Resilienz
- finanzielle Resilienz
- psychologische Resilienz
- Netzwerk- und Ökosystemresilienz
Die genauen Schwerpunkte werden gemeinsam mit den teilnehmenden Organisationen weiterentwickelt. Ausgangspunkt sind ihre konkreten Erfahrungen, Bedarfe und Risiken.
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Was bringt mir oder meiner Organisation die Teilnahme?
Der Media Resilience Exchange bietet den teilnehmenden Organisationen:
- ein vertrauensvolles internationales Netzwerk von Medienorganisationen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen
- Zugang zu Expert:innenwissen in unterschiedlichen Bereichen organisationaler Resilienz
- konkrete Werkzeuge und Strategien für Krisenvorsorge und Risikomanagement
- szenariobasierte Trainings, in denen Organisationen ihre eigene Reaktionsfähigkeit erproben können
- Raum, um ein oder zwei konkrete Resilienzstrategien für die eigene Organisation zu entwickeln und zu testen
- langfristigen Peer-Austausch und gegenseitige Unterstützung über einzelne Programmmodule hinaus
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An wen / welche Organisationen richtet sich das Programm?
Vorgesehen ist eine Kohorte von rund zwölf unabhängigen Medienorganisationen aus verschiedenen Regionen Europas, Nord- und Lateinamerikas sowie weiteren internationalen Kontexten.
Das Programm richtet sich insbesondere an kleine und mittelgroße unabhängige Redaktionen, die eine wichtige Rolle in ihrem lokalen oder nationalen Informationsökosystem spielen, aber nur begrenzten Zugang zu internationalen Netzwerken, spezialisierter Expertise oder eigenen Ressourcen für organisationale Resilienz haben.
Die teilnehmenden Organisationen sollten:
- im Feld des investigativen oder gemeinwohlorientierten Journalismus arbeiten
- gemeinnützig oder klar gemeinwohlorientiert arbeiten
- eine wichtige Rolle im lokalen oder nationalen Informationsökosystem spielen
- mit relevanten Risiken und Belastungen für ihre Organisation konfrontiert sein oder sich darauf vorbereiten
- in der Lage sein, Erkenntnisse aus dem Programm in die eigene Organisation zu übertragen
Idealerweise nehmen pro Organisation zwei Personen teil: eine aus Geschäftsführung oder Operations und eine aus der redaktionellen Leitung.
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Was wird von den teilnehmenden Organisationen erwartet?
Der Media Resilience Exchange lebt von Kontinuität, Offenheit und gegenseitigem Vertrauen. Die teilnehmenden Organisationen verpflichten sich deshalb zu einer aktiven Teilnahme über die gesamte Programmlaufzeit.
Dazu gehören:
- die regelmäßige Teilnahme an digitalen Modulen und Peer-Austausch
- die Teilnahme an mindestens einem persönlichen Treffen
- die Bereitschaft, eigene Erfahrungen und Herausforderungen vertraulich mit der Kohorte zu teilen
- die Mitarbeit an konkreten Resilienzstrategien für die eigene Organisation
- der Transfer der Erkenntnisse zurück in die eigene Organisation
Der genaue Zeitplan der Module wird so gut wie möglich auf die Verfügbarkeit der Teilnehmergruppe abgestimmt. Es stehen begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, um die Reise- und Unterbringungskosten für die Präsenzmodule zu decken.
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Wie ist das Programm aufgebaut?
Der Media Resilience Exchange erstreckt sich über zwei Jahre.
Kohorte und Programm
Gemeinsam mit internationalen Partnern identifizieren wir geeignete Organisationen und entwickeln das Curriculum entlang der Bedarfe der Teilnehmenden.Gemeinsames Lernen und Arbeiten
In einer Reihe hybrider Module verbinden wir Expert:innenwissen mit Peer-Austausch und persönlichen Treffen.Gelerntes in die Praxis übertragen
Die teilnehmenden Organisationen entwickeln und erproben konkrete Strategien für mehr Resilienz - in Übungen, Kleingruppentrainings und im Austausch innerhalb der Kohorte.Verstetigung des Netzwerkes
Der Austausch zwischen den teilnehmenden Organisationen soll über das Programm hinaus weiterbestehen. Ausgewählte Erkenntnisse werden zudem für weitere Akteur:innen im Medienbereich zugänglich gemacht.Das Programm ist so angelegt, dass es sich mit dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden vereinbaren lässt. Gleichzeitig setzt es über die zweijährige Laufzeit eine kontinuierliche Beteiligung an insgesamt etwa 10-12 Tagen voraus. Ein detaillierter Zeitplan und der voraussichtliche Zeitaufwand werden vor der verbindlichen Teilnahme kommuniziert.
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Wie ist der aktuelle Stand, und wie kann ich mich einbringen?
Derzeit bereiten wir die erste Kohorte vor und arbeiten mit internationalen Partner:innen daran, geeignete teilnehmende Organisationen sowie relevante Expert:innen zu identifizieren.
Wenn Sie eine Organisation für die Teilnahme empfehlen oder Ihre Expertise in das Programm einbringen möchten, wenden Sie sich gerne an Lea Bayer unter: lea.bayer@publix.de
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Wer fördert den Media Resilience Exchange?
Der Media Resilience Exchange wird von der MacArthur Foundation gefördert.
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Sie finden Ihre Frage hier nicht beantwortet?
Fragen zum Inhalt und Ablauf des Programms sowie zum Bewerbungs- und Auswahlprozess richten Sie bitte an Lea Bayer: lea.bayer@publix.de
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